Jörn Stobbe, Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH.
Urban Zintel/Union Investment

An einem Strang ziehen

Jörn Stobbe zum Megatrend Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft

Sogar die diesjährige Tour de France war im Big-Data-Fieber. Sensoren an Fahrern und Rädern lieferten Hunderte von Millionen an Daten – über die Physis der Sportler, die Fahrgeschwindigkeit, Streckenbeschaffenheit, das Wetter. Auch beim Thema Digitalisierung, sollte die Botschaft lauten, sitzt die Tour de France fest im Sattel. Was für das größte Sportevent der Welt gilt, trifft inzwischen für so gut wie jede Branche und die allermeisten Unternehmen zu. Die digitale Zukunft aktiv mitgestalten zu wollen, um nicht von ihr überrollt zu werden, ist zumindest auf dem Papier fester Bestandteil von vielen Unternehmensstrategien.


Das ist in der Immobilienbranche nicht anders: Längst hat man dort den Megatrend Digitalisierung erkannt – und es gibt eine inzwischen fast unüberschaubar gewordene Zahl an digitalen Geschäftsideen und smarten Tools zur Auswertung großer Datenmengen oder zur Beschleunigung zeitraubender Analyse- und Managementaufgaben. Ein Handlungsfeld in der Immobilienbranche profitiert dabei besonders von den Errungenschaften der digitaler gewordenen Welt: Was die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen betrifft, kann ihr Gewinn gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wie unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen. Schon seit 2009 nutzt Union Investment ein internetbasiertes Tool, um sein Immobilienportfolio nachhaltig zu managen. Das System dient nicht nur als Basistool für die Sammlung und Analyse aller Objektdaten, sondern auch für die Erstellung von Reports, Studien und Ratings und liefert darüber hinaus die Grundlage zur nachhaltigen Weiterentwicklung einzelner Immobilien.


Das ist in der Immobilienbranche nicht anders: Längst hat man dort den Megatrend Digitalisierung erkannt – und es gibt eine inzwischen fast unüberschaubar gewordene Zahl an digitalen Geschäftsideen und smarten Tools zur Auswertung großer Datenmengen oder zur Beschleunigung zeitraubender Analyse- und Managementaufgaben. Ein Handlungsfeld in der Immobilienbranche profitiert dabei besonders von den Errungenschaften der digitaler gewordenen Welt: Was die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen betrifft, kann ihr Gewinn gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wie unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen. Schon seit 2009 nutzt Union Investment ein internetbasiertes Tool, um sein Immobilienportfolio nachhaltig zu managen. Das System dient nicht nur als Basistool für die Sammlung und Analyse aller Objektdaten, sondern auch für die Erstellung von Reports, Studien und Ratings und liefert darüber hinaus die Grundlage zur nachhaltigen Weiterentwicklung einzelner Immobilien.


Deshalb wissen wir: Ein Tool kann nur so gut sein wie die Daten, mit denen man es füttert. Und gerade beim Thema Nachhaltigkeit bestehen in dieser Hinsicht noch immer große Lücken. Deshalb setzen wir große Hoffnungen in Smart Buildings und den Trend zum Building Information Modeling (BIM), von denen wir glauben, dass sie den größten Schub zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen bringen werden. Mit ihrer Hilfe wird die automatische Erfassung von Verbrauchswerten ebenso möglich wie etwa die Messung und Verbesserung von Raumluftqualitäten. Auch verspricht der Einsatz spezieller Sensoren die Möglichkeit, ein Gebäude mit seinen Mietern zu vernetzen – und auf diese Weise Desk-Sharing-Modelle effizient zu steuern oder Mieter in Echtzeit auf freie Parkplätze zu lotsen. Kurz: Es wird in nicht allzu ferner Zukunft Gebäude und technische Applikationen geben, die sowohl auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer abgestellt sind, als auch diese gleichzeitig dabei unterstützen, nachhaltig zu handeln.


Bis es so weit ist, sind noch einige Hürden zu überwinden. Eine der größten Herausforderungen ist es, die Nutzer davon zu überzeugen, dass die Erfassung von Verbrauchsdaten in unseren Gebäuden einzig dem Zweck dient, sie nachhaltiger zu bewirtschaften – zum Vorteil für Umwelt und Gesellschaft, aber auch für die Nutzer selbst. Doch leider bestehen die größten Datenlücken bei den Verbrauchswerten für Strom, Wärme und Wasser sowie dem anfallenden Abfallvolumen noch immer.


Wenn Immobilienbranche und die Nutzer an einem Strang ziehen, gibt uns die Digitalisierung großartige Instrumente an die Hand, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen. Lasst uns vernetzte Gebäude und Quartiere bauen und gemeinsam mit unseren Technologiepartnern daran arbeiten, die Immobilie mobil zu machen! Das träge Gebäude war vorgestern.


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